Dana Polz – Der Schmierfink. Roman

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16,00 

Vom Vater misshandelt. Von den Pflegeeltern abgeschoben. Schon früh wird Linus Lopez verhaltensauffällig. Als man ihn auf ein renommiertes
Internat schickt, scheint sein Leben eine positive Wendung zu erfahren. Doch Linus ahnt schon sehr bald, dass das wahre Grauen gerade
erst begonnen hat …

Der Schmierfink erzählt die Geschichte eines Heranwachsenden, der immer tiefer im Sumpf aus Brutalität und Machtmissbrauch zu versinken droht. Zynisch wie schonungslos schildert der Protagonist seine  Erlebnisse und nimmt den Leser mit auf eine Reise, die ihn ohne Umwege in die Untiefen menschlicher Abgründe führt – eine bizarre Odyssee der Gewalt beginnt.

Eine Reise in das Herz der Finsternis, bei der die Frage gestellt werden kann: „Hat die Finsternis ein Herz?“
DAVID H. RICHARDS

Welche Abgründe. Ich habe manche Bilder nicht aus dem Kopf bekommen.
IVON ILLMER

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Artikelnummer: ISBN 978-3-946112-09-9 Kategorien: ,

Beschreibung

Vom Vater misshandelt. Von den Pflegeeltern abgeschoben. Schon früh wird Linus Lopez verhaltensauffällig. Als man ihn auf ein renommiertes
Internat schickt, scheint sein Leben eine positive Wendung zu erfahren. Doch Linus ahnt schon sehr bald, dass das wahre Grauen gerade
erst begonnen hat …

Der Schmierfink erzählt die Geschichte eines Heranwachsenden, der immer tiefer im Sumpf aus Brutalität und Machtmissbrauch zu versinken droht. Zynisch wie schonungslos schildert der Protagonist seine  Erlebnisse und nimmt den Leser mit auf eine Reise, die ihn ohne Umwege in die Untiefen menschlicher Abgründe führt – eine bizarre Odyssee der Gewalt beginnt.

Eine Reise in das Herz der Finsternis, bei der die Frage gestellt werden kann: „Hat die Finsternis ein Herz?“
DAVID H. RICHARDS

Welche Abgründe. Ich habe manche Bilder nicht aus dem Kopf bekommen.
IVON ILLMER

HÖRPROBE gelesen von der Autorin

Zusätzliche Information

Größe 265 x 175 cm

1 Bewertung für Dana Polz – Der Schmierfink. Roman

  1. Bewertet mit 5 von 5

    Karl Feldkamp

    Schule der Brutalität
    Der Schmierfink

    Nicht nur in Deutschland beklagen viele die weltweite nahezu ungebremste Zunahme an Gewalt und Brutalität sowie an übler Hetze und Todesangst auslösenden Bedrohungen.
    Kriege, Terrorismen, Hooligans, rechte Gewalttäter, politische Hetzer oder auch die rücksichtslose Fahrweise im Straßenverkehr sowie brutalste Raubüberfälle, nicht zuletzt von Jugendlichen an Jugendlichen ausgeübt, überschwemmen die Medien.

    Somit ist es kaum verwunderlich, wenn auch eine Romanschreiberin sich mit gewaltätigen Geschehen und Fantasien auseinandersetzt.
    Ungewöhnlich ist allerdings, wenn eine gerade einmal 22 Jahre alte Autorin sich abgrundtief – und somit zugleich alles andere als oberflächlich – dem Wesen und Entstehen lebensbedrohlicher, vorwiegend männlicher, Gewalttaten nähert.

    Dana Polz, 1995 in Wiesbaden geboren und in der Bad Camberger Literaturszene beheimatet, hat mit „Der Schmierfink“ ein beachtenswertes Erstlingswerk als Romanautorin vorgelegt.
    Und nicht zuletzt beweist damit auch die edition federleicht eine gehörige Portion verlegerischen Mutes und bietet einer weitgehend unbekannten jungen Literatin zu einem nicht gerade unbelasteten Thema eine derartige Chance.

    Kaum eingeschult, fällt Linus Lopez, Hauptfigur dieses ungewöhnlichen Romans, durch extrem asoziales Verhalten auf. Mit durchaus nachfühlbarem Vergnügen pinkelt er einer Klassenkameradin in den offenen Schulranzen.
    Weder die Empörung seiner Lehrerin noch die bemüht verständnisvollen pädagogischen Anstrengungen des Grundschulleiters halten den vom Vater misshandelten Sohn einer schwer drogenabhängigen Mutter von weiteren Untaten ab.

    Da der Vater die süchtige Mutter und auch sich selbst umbringt, kommt Linus zu Pflegeeltern, von denen er schließlich auf ein Internat abgeschoben wird.

    Zunächst scheint er sich dort innerhalb der Schülergemeinschaft positiv zu entwickeln.
    Doch an dieser Heimschule leben, lernen und lehren ausschließlich Jungen und Männer. Somit ist es kaum verwunderlich, dass dort exessiv männliche Rituale der Macht und Ohnmacht gepflegt werden.
    In dieser Erziehungseinrichtung herrscht ein streng hierarchisches Regiment, das ältere Schüler mit aufrecht zu erhalten helfen und dem ein scheinbar freundlicher, aber brutal konsequent durchgreifender Direktor vorsteht.
    Sowohl er als auch andere Lehrer setzen ihre Macht und ihre Regeln unter anderem erbarmungslos mit schmerzhaften Stockschlägen und beißender, ehrverletzender Kritik durch.
    Zudem birgt die Schule Geheimnisse, die an Brutalität und Lebensverachtung kaum zu überbieten sind.

    Dana Polz bleibt als Erzählerin stets glaubwürdig. Sie schildert sprachgewaltig und zugleich mit einer gewissen, notwendigen Distanz jene unglaublichen Vorfälle im Leben des Linus Lopez.
    Auch wenn die Autorin offensichtlich die aktuelle Jugendsprache ihres Protagonisten beherrscht, verwendet sie diese eher sparsam und schreibt damit nicht unbedingt ein Jugendbuch, sondern ebenso eines für Erwachsene auf der Suche nach Gründen für die zunehmende Brutalität in unserer derzeitigen deutschen Gesellschaft. Allerdings bietet sie keine intellektuellen Erklärungen an und überlässt somit die Geschehnisse deutungsfrei vor allem den Gefühlen ihrer Leserschaft.

    Eine äußerst spannende Lektüre für nicht allzu zart besaitete Leserinnen und Leser.

    Karl Feldkamp
    Wallefeld im Januar 2018

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